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Eine Fechsung von Jk Christoph aus der h. Holmia

Rt Hurz (peter) am 29 Jan 2014

Der vieledle Rt Spontan versorgt den uns aus der letzten Winterung bekannten und vielgeliebten und in fernen Landen lebenden Jk Christoph nach wie vor mit Informationen aus Minden. Aus Dank hat er eine Fechsung übermittelt, die ich mit Freuden...

Der vieledle Rt Spontan versorgt den uns aus der letzten Winterung bekannten und vielgeliebten und in fernen Landen lebenden Jk Christoph nach wie vor mit Informationen aus Minden. So haben wir erfahren, dass besagter Jk seine Ritterprüfung bestanden hat und beglückwünschen ihn schonmal mit drei weseraufschäumenden gratu - Lulus.

Er wird am 17. im Hornung zum Ritter Poeticus, dem Überirdischen geschlagen werden.

Hier seine Fechsung zum Thema der Wirksamkeit von Komplimenten:

Sehr viel von dem, was früher war,

ahnt mancher Zeitgenosse zwar,

doch ist sein Wissen ziemlich schmal,

um nicht zu sagen, minimal.

Adam und Eva beispielsweise

gehören auch zu diesem Kreise.
 

Nun ist das ganze lange her,

sechstausend Jahre oder mehr,

und keiner hat es aufgeschrieben,

so dass nur noch Fragmente blieben.

Der Rest ist außerdem umstritten

und lässt sich kaum zusammenkitten.

Kein Foto gab es, keine Zeitung,

es fehlte jegliche Verbreitung

der Meldungen in Windeseile

noch in die fernsten Weltenteile,

so wie wir heut ausführlich lesen

von dem, was alles so gewesen.

Man ist in Fällen wie bei diesen

meist auf Vermutung angewiesen,

und mancherlei erweist am Ende

sich dann als Mythos und Legende.
 

Eins weiß man allerdings genau:

Adam war Mann und Eva Frau.

Damit gab´s auch zu jener Zeit

schon jene Unterschiedlichkeit -

genau, den kleinen Unterschied,

woraus man konsequent ersieht,

ob jemand, und vor allem, wer

sie ist, beziehungsweise er.
 

Bekannt ist wohl auch überall

Eva durch ihren Sündenfall,

wobei sie ja im Fallen glatt

den Adam mitgerissen hat,

der damals noch nicht überschaute,

was sich für sie zusammenbraute.

Um seine Frau nicht zu ergrimmen,

blieb ihm ja nichts als zuzustimmen.

Er hatte nämlich nie vergessen,

mit ihr war nicht gut Kirschen essen,

wenn sie ihm irgendetwas sagte

und er zu widersprechen wagte.

Von Eva überrumpelt, nahm

er brav, was er von ihr bekam,

den Apfel der Erkenntnis nämlich.

Das war insofern ziemlich dämlich,

weil die Bestrafung dafür hieß:

Vertreibung aus dem Paradies.
 

Zum Schluss sei noch ein Tatbestand,

der unbestritten ist, genannt:

Frau Eva war zu Adams Leid

ein Opfer ihrer Eitelkeit.

Des langweiligen Nacktseins satt

erkor sie sich ein Feigenblatt

von kleinster, minimalster Größe,

um zu bedecken ihre Blöße,

den Vorgänger des Minirocks,

vertrauend jenem Paradox:

Nicht das, was alle sehen, reizt,

nein, nur wer mit den Reizen geizt,

weckt Forschertriebe einerseits

und steigert den Entdeckungsreiz.
 

So weit, so unbestreitbar klar

und ohne jeden Kommentar.

Was allerdings nun folgt zu lesen,

liegt im Bereich der Hypothesen,

was keineswegs bedeuten muss,

es sei bloß Phantasieerguss:

Für Eva klang es wie Schalmei,

vernahm sie eine Schmeichelei.

Ein Kompliment, noch so verschwommen,

war stets erwünscht und hochwillkommen.

Zum Beispiel: Deine Käsetorte

gibt´s so an keinem andern Orte

und: Deine lockige Frisur,

wie machst du dieses Kunstwerk nur!
 

Das steht zwar so nicht in der Bibel,

ist aber relativ plausibel,

weil so sich jener Zug erklärt,

der schließlich noch bis heute währt.

Woher ich dies Geheimnis weiß,

verrate ich um keinen Preis.

Der Kavalier schweigt und genießt,

was hier der Leser staunend liest.
 

Sie gab auf der Entwicklungsleiter

dies Phänomen anscheinend weiter,

und zwar, behaupten nun die Kenner,

an Frauen mehr noch als an Männer,

obwohl man leicht entlarven kann,

im Grunde freut sich auch ein Mann,

macht ihm an andrer, der ihn kennt,

ein gutgemeintes Kompliment.

Es zeigt ihm, er wird anerkannt,

steht nicht allein und nicht am Rand.

Deswegen ist, egal, bei wem,

ein Kompliment nie ein Problem.

Es ist nicht schädlich und nicht teuer,

es wirkt sofort und ungeheuer.

 

PS

Natürlich ist der Sachverhalt

schon Tausende von Jahren alt.

Doch hat er auch in unsern Tagen

dem, der es will, noch viel zu sagen.

 

Ch. Hartlieb

 

 

 

Adam und Eva
 

 

Siehe auch:

November, ein düster - realistisches Wortgemälde einer grauen und grauslichen Jahreszeit
Ihr erinnert Euch sicher an den Jk Christoph vom Hohen Reyche Holmia, der im Ostermond dieser Jahrung zweymal bey uns eynritt. Wir hörten bey den Sippungen von Jk Christoph, dass er vor eynigen der Jahrungen im profanen Leben Pastor an der Kirche...

Kirchenschlaf
Der vielliebe Jk Christoph, der während der Winterung 153 / 154 zweimal in unser Reych einritt, hat unserem nicht hoch genug zu lobenden Rt Spontan eine Fechsung zum Thema Winterschlaf, ach nein, es war Kirchenschlaf, per elektrifiziertem Sendwisch über

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Ihr erinnert Euch sicher an den Jk Christoph vom Hohen Reyche Holmia, der im Ostermond dieser Jahrung zweymal bey uns eynritt. Wir hörten bey den Sippungen von Jk Christoph, dass er vor eynigen der Jahrungen im profanen Leben Pastor an der Kirche...

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Der vielliebe Jk Christoph, der während der Winterung 153 / 154 zweimal in unser Reych einritt, hat unserem nicht hoch genug zu lobenden Rt Spontan eine Fechsung zum Thema Winterschlaf, ach nein, es war Kirchenschlaf, per elektrifiziertem Sendwisch über

Neueres:

Alles Neu macht der Eismond (oder war es der Wonnemond?)
Schlaraffen hört, soeben erreicht mich eine Blitzographie aus unserer Burg. Unter der Leitung und auf Bestreben unseres viellieben Rt Kiel-Wasser erfährt die Burg zur Zeit eine Umgestaltung! Wie auf dem Bild zu sehen ist, haben die beteiligten Sassen...

Älteres:

Artikel: Brauchtum, „Schlaraffia“-Herren in Duisburg huldigen Geist und Muse, 29.01.2014
In der WAZ erschien ganz aktuell am 14. im Eismond ein Artikel über eine Sippung der Schlaraffia Duisbargum. Thema war offensichtlich eine Großursippenfeier des Rt Mien Jong.

 Reych 356. Schlaraffia® Porta Westfalica.

 Die Seite wurde aktualisiert am 20/12/2019 um 17:19.